Praxis für Augenprothetik

regular_blau
Streifen_blau
glasofen

Als Grundmaterial werden bewährte Spezialgläser verwendet. Diese wurden speziell für die
Verwendung von Augenprothesen bereits 1870 in Lauscha/ Thüringen entwickelt und werden
heute in nur 2 Glashütten in Deutschland noch geschmolzen und sind durch umfangreiche
Materialtests zugelassen.

Obwohl es nach wie vor eine traditionelle Herstellungstechnik ist, hat diese sich im Laufe der letzten
Jahrzehnte in Deutschland zu einer absolut effizienten Technik entwickelt, welche die Möglichkeiten
von neuen Behandlungsmethoden und Therapiekonzepten auf einfachste Weise zulässt!

Materialeigenschaften auf einen Blick!

  • biokompatibel (antiallergisch)
  • hydrophile Oberfläche (gut benetzbar)
  • glatte, feuerpolierte Oberfläche
  • hohe Oberflächenhärte
  • hoher Glanz
  • gute chemische Resistenz
  • natürliches Aussehen
  • als Hohlkörper leichtgewichtig
Kunstaugen

farbige Glasmalstifte
und Grundfarben zur
Herstellung der Irisfarbe

bei der Anfertigung wird durch die
Bunsenbrennerflamme das Glas so
geschmolzen und ausgeschnitten,
dass die gewünschte Farbe und Form
entsteht

Kunstaugen
Augenprothese

In Glas ist es möglich eine sehr schöne,
natürlich erscheinende Irisfarbe herzustellen,
welche im Glanz und Brillianz dem gesunden,
natürlichen Auge im Optimalfall täuschend
ähnlich ist!

Für die individuelle Formengebung kommen nicht nur spezielle Werkzeuge zur Anwendung,
sondern ebenso ein großes Augenmaß und starkes „Formengefühl“.

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Glasaugen
Glasaugen

Die Augenprothese wird direkt im Beisein
des Patienten gefertigt und passt so optimal.

Glasaugen
Augenprothesen
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Es erfordert ein hohes Maß an Talent,
Kreativität und Erfahrung um für Sie
dieses kleine Kunstwerk zu schaffen.

Reaktionen auf Flüssigkeit

In den nachfolgenden Bilder zeigen wir die Versuche mit Flüssigkeit und wie die Oberfläche
durch Benutzung zerkratzt und abgetragen wird.

Hier zuerst die unterschiedliche Reaktion der Flüssigkeit/ Tränenflüssigkeit auf einer
Glas- bzw. Kunststoffprothese!
Die Kunststoffprothese hat durch ihre Materialstruktur eine hohe Oberflächenspannung,
welche die Tränenflüssigkeit nicht so natürlich und gleichmäßig wie bei einer Glasprothese
abfließen lässt. Das verursacht beim Patienten oft Irritationen und Reizungen der Bindehaut.
Man hat dann das Gefühl der ständigen Trockenheit und als müsse man die Augenprothese
ständig befeuchten!

Augenprothese aus Spezialglas

Augenprothese aus Kunststoff

glas

glas

plaste

plaste

ein Tropfen eingefärbter Flüssigkeit wird auf
die Prothese appliziert

ein Tropfen eingefärbter Flüssigkeit wird
auf die Prothese appliziert

glas

glas

plaste

plaste

der Tropfen beginnt gleich über die
Glasprothese zu fließen

 

auf der Kunststoffprothese bildet sich eine
große Oberflächenspannung und der Tropfen kann dadurch nicht gleich natürlich
abfließen, er bleibt zunächst liegen

glas

glas

plaste

plaste

der Tropfen fließt gleichmäßig und natürlich
ab, da die Oberflächenspannung sehr gering
ist und hinterlässt so, einen gut sichtbaren
Flüssigkeitsfilm

der Tropfen perlt von der Oberfläche ohne
einen gleichmäßig verteilten Flüssigkeitsfilm
zu hinterlassen, die Prothese ist unmittelbar danach wieder trocken

 

 

 

 

Schlussfolgerung:

 

 

 

Glas verhält sich "hydrophil", während Kunststoffprothesen (PMMA) aufgrund ihrer
"hydrophoben" Eigenschaften die menschliche Tränenflüssigkeit abperlen lassen. Das Fehlen,
oder der nur ungenügend vorhandene natürliche Gleitfilm zwischen Prothese und Konjunktiva
führt oft zu "mechanischen" Irritationen. Viele Träger von Kunststoffprothesen müssen
deshalb regelmässig Tropfen als "künstliche Tränen" anwenden.

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